General-SiGe-Plan
Der Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan hat seit seiner Einführung im Jahre 1998 schon für viel Diskussionsstoff gesorgt. Ging es in der Anfangszeit noch um inhaltliche Fragen, die mittlerweile durch die RAB 31 beantwortet wurden, so ist es jetzt vermehrt auch der gestalterische Gesichtspunkt der SiGe-Planung, der die Koordinatoren beschäftigt. Hintergrund dafür ist die scheinbar fehlende Akzeptanz des SiGe-Plans.

Dabei wird eines deutlich: Es gibt kaum ein anderes Planungsdokument bei einem Bauvorhaben, an das so viele Anforderungen von verschiedenen Beteiligten gestellt werden, wie an den SiGe-Plan.

Der Bauherr möchte sicher sein, daß der Plan seines Koordinators die Anforderungen der BaustellV erfüllt. Der Planer will aus dem Plan möglichst alle sicherheitsrelevanten Informationen entnehmen können, die er für die Ausschreibung der Bauleistungen benötigt. Der Bauunternehmer wünscht sich einen Plan, der ihm auf einem Blick zeigt, welche Arbeitsschutzanforderungen er kalkulieren und später dann auch umsetzen muß. Während der Bauphase soll der SiGe-Plan dann allen Beteiligten das räumliche und zeitliche Zusammenspiel aller Gewerke hinsichtlich der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes stets aktuell und anschaulich darstellen.

Diesen, teilweise auch überzogenen Ansprüchen kann ein SiGe-Plan nicht gerecht werden, und er muß es auch nicht. Denn seine Aufgabe ist es, insbesondere für baustellenspezifische und gewerkübergreifende Gefährdungen die notwendigen Schutzmaßnahmen aufzuzeigen. Mit der ordnungsgemäßen Ausschreibung dieser Maßnahmen und der anschließenden Vergabe der Aufträge gehört die Errichtung, Vorhaltung und Instandhaltung der jeweiligen Schutzeinrichtungen zur vertraglich geschuldeten Leistung der Auftragnehmer. Um diese Sachverhalte darzustellen, muß der Plan z.B. während der Ausführungsphase nicht ständig aktualisiert werden.

Die Akzeptanzprobleme für den SiGe-Plan sind aber teilweise auch hausgemacht. Ein Koordinator darf seinen Plan nicht als eine Formalie oder lästige Dokumentationspflicht behandeln. Der Plan ist das zentrale Dokument für die Koordination auf der Baustelle. Jeder Koordinator ist dazu aufgerufen, seinen Plan, egal wie komplex er auch ist, gegenüber den am Bau Beteiligten zu vertreten.

Um Ihnen bei dieser Aufgabe mit einem einfachen Praxiswerkzeug zu helfen, haben wir als Alternative zu den großformatigen, kombinierten Ablaufplänen den General-SiGe-Plan für Microsoft® Excel entwickelt. In Verbindung mit den Gewerklisten, die im Schritt 5 der SiGe-ROM verankert sind, können mit diesem Plan die wesentlichen Belange der Koordination auf einem Blatt übersichtlich dargestellt werden.

Kernbestandteil des General-SiGe-Plans ist eine Matrix, in der für die auszuführenden Arbeiten (Gewerke) die Gefährdungen und Schutzmaßnahmen vorab eingetragen sind. Ergänzt wird der Plan mit der Baustellenordnung, Symboldarstellungen und dem Alarmplan. Durch die Verwendung von Microsoft® Excel als Programmgrundlage ist für eine breite Anwendungsmöglichkeit gesorgt.


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